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Dec 30, 2009

Augsburg - Innenstadt

by Linda Bög — last modified Dec 30, 2009 05:25 PM

Friede

Dec 29, 2009

Augsburg - 27.12.09 - 10:15 - Hauptbahnhof

by Linda Bög — last modified Dec 29, 2009 07:12 AM

 

Linda Bög steigt ins Taxi

Taxifahrer: „Ganz schön kalt heute, ne?“

Linda Bög: Ja. Im Zug wurde auch nicht so richtig geheizt. Das war unangenehm.“

Taxifahrer: „Ach ja.... die Deutsche Bahn. Das ist doch immer des gleiche...“

Kurze Pause

Taxifahrer: „Ich glaube die heißt gar nicht mehr Deutsche Bahn.“

Linda Bög: „Ja stimmt. Das heißt jetzt Die Bahn.“

Taxifahrer: „Das soll halt jetzt nicht mehr so nationalistisch klingen.“

Linda Bög: „Ich denke das hat damit zu tun dass die Bahn nicht mehr so ganz staatlich ist. Wie die Post.“

Taxifahrer: „Ja, die Post heißt auch nicht mehr Deutsche Post.“

Kurze Pause

Taxifahrer: „Das machen alles die Juden mit der Weltherrschaft, die regieren geheim und die haben gesagt dass das anders heißen soll. Nicht mehr deutsch und so.“

Nov 23, 2009

Aus dem Leben eines Großstädters

by Linda Bög — last modified Nov 23, 2009 11:25 PM

Jede Stadt hat ihr Brauchtum und ihre Rituale.

Ganz Köln dreht zur Faschingszeit komplett durch und ruft von morgens bis Abends „Alaaaaaf“.  Berlin wurde geraume Zeit lang einmal im Jahr von knapp bekleideten Techno-Fans heimgesucht, die jedes mal unfassbar Müllberge hinterließen. München befindet sich bereits im September im Ausnahmezustand, wenn die Gäste aus aller Welt auf dem Oktoberfest eine oder zwölf gepflegte Maß Festbier zu sich nehmen wollen.

Die Weltstadt Augsburg feiert ihren Christkindlesmarkt. Dieses Jahr schon ab dem 23. November. Bei 12 Grad Durchschnittstemperatur und Sonnenschein.

Während diejenigen Kölner, die keine Lust aufs Verkleiden haben, einfach die Stadt verlassen, die Berliner während der Love-Parade jahrelang die Straße des 17 Juni gemieden haben und die Münchener nur an den Tagen auf die Wiesn gehen, an denen eben jene nicht von Italienern überrannt wird, kommt der gemeine Augsburger dem Christkindlesmarkt nicht aus.

Zentral und Publikumswirksam auf dem Rathausplatz gelegen nimmt der Weihnachtsmarkt aktustisch die gesamte Innenstadt ein. Doch auch die schmale Flucht zwischen Würschtlebuden und dem ortsansässigen Herrenaussatter wird von den Besuchern des Marktes in Anspruch genommen.

Da in den inneren Hauptverkehrsachsen der weihnachtlichen Shopping-Paradises sich all die Laufkundschaft auf Socken, Krippenzubehör und Schupfnudeln konzentriert müssen die zwar friedlichen aber schwankenden Glühweintrinker ins Umfeld des Christkindlemarktes ausweichen.

Genau dorthin, wo den friedliebenden Augsburger für gewöhnlich sein Heimweg entlangführt. Denn wenn eben jener Augsburger ganz in Gedanken an sein Server-Setup oder an Unterwäsche versunken nach Hause strebt um ganz gepflegt einen Berg Nudeln zu verspeisen, muss er, angesichts der kulinarischen Freuden, die ihn erwaren, viel aushalten. Aber schwankende Glühwein-betüdelte Frührentner, Yuppies und Abiturienten gehören nicht dazu.

Doch da es, unter anderem der Geschichte verschuldet (siehe Augsburger Religionsfrieden) dem Augsburger im 21. Jahrhundert nicht mehr gestattet ist, sich lauthals schimpfend oder rempelnd gegen die betrunkenen Weihnachts-Junkies zur Wehr zu setzen, wurde in Augsburg das sog. Kasperle-Slalom erfunden. Bei der Sportart, die mittlerweile in den USA zum Trend geworden ist, geht es darum, sich möglichst berührungslos durch die Horden der Besucher des Augsburger Glühmarkt-Besucher zu schlängeln.

Bewertet werden die Haltung, die Geschwindigkeit und der Gesichtsausdruck.

Die derzeitigen Rekordhalter sind Schupfheinz (13,5) und Annemarie Eilfeld (14,2). Anmeldungen zur diesjährigen Teilnahme an den Meisterschaften im Kasperle-Slalom werden ab sofort entgegen genommen. Die Mailadresse für die Anmeldung lautet: kasperle-slalom@augsburg.de

Nov 04, 2009

Google – Folge 1

by Linda Bög — last modified Nov 04, 2009 09:00 PM

Um zu spionieren – wir geben es ja ganz offen zu – wurde für die Brückenbande ein Google Analytics Konto angelegt. Schließlich muss man die werte Leserschaft kennen!

Für diejenigen die nicht wissen was Google Analytics ist: Eine kostenlose Analysesoftware mit der man die Zugriffe auf Internetseiten analysieren kann. Z.B. Wie viele Besucher kommen an einem Tag auf die Seite, wohin klicken diese Besucher und wie lange verbleiben sie auf der Seite.

Heute habe ich mir angesehen, mit welchen Suchbegriffen Besucher über Google auf unsere kleine Brückenbande kommen. Und was muss ich da feststellen?

Ein Besucher aus Berlin kommt tatsächlich mit dem Wort ‚Fickenheim’ auf unsere Seite...

Ich kann mir ganz gut erklären warum wir bei Fickenheim auf Google an zweiter Stelle erscheinen (Siehe Cooler Junge). Doch was ich mir nicht erklären kann ist, was jemand sucht, der bei Google Fickenheim eingibt???

a) Ein Ort irgendwo im Niemandsland?

b) Hausbesuche von Professionellen?

c) Oder ein neues und bequemeres Bett?

Antwort:

Weder a, noch 2., noch c, sondern d: was zum naschen.

Oct 25, 2009

My Neighbours are Strange...

by Linda Bög — last modified Oct 25, 2009 01:20 PM

Der Nachbar bewohnt die Wohnung in dem Haus gegenüber, die genau auf unserer Höhe liegt. Unser Küchenfenster und sein Schlafzimmerfenster. Vis á vis.

Der Nachbar bewohnt die Wohnung in dem Haus gegenüber, die genau auf unserer Höhe liegt. Unser Küchenfenster und sein Schlafzimmerfenster. Vis á vis.

Unser Nachbar ist Astronaut. Oder Industrietaucher. Er ist immer eine Weile nicht da, und dann sieht man ihn wieder jeden Tag. Der geht bestimmt auf Montage. Oder eben auf dem Mond. Der Kanarienvogel wollte eigentlich ein Skript schreiben zum Abgleich von Datenbanken. Wir wollten überprüfen ob die Abwesenheitszeiten unseres Nachbarn mit den Zeiträumen der bekannten Raummissionen überein stimmen. Wenn er allerdings für geheime Militärprojekte fliegt, dann muss schon ein größerer Systemangriff her, um die Zeiträume zu vergleichen.

Leider hat der Kanarienvogel immer so viel anderes zu tun. Er muss Outlook-Probleme von Kunden fixen und Mailadressen einrichten. Da bleibt keine Zeit für einen Angriff auf die NASA oder die ESA.

Unser Nachbar hat auf alle Fälle einen Job, bei dem man eine ganz schwere, dicke und unbewegliche Montur tragen muss.

Nur so lässt es sich erklären, warum unser Nachbar dann zu Hause immer völlig unbekleidet beschwingt durch die Wohnung hüpft. Seine Haut hat sicherlich Luftentzug. Das kann zu Erstickung führen, wie wir spätestens seit den Sorgen um Shirley Eaton wissen, die sich für den Bond-Film Goldfinger von oben bis unten mit Blattgold bekleben lies.

Wahrscheinlich muss er auch einiges an Bewegung nachholen bzw. seine Muskeln wieder aufbauen. Man erinnere sich nur an die Langzeit-Astronauten, die nach ihrer Rückkehr auf die Erde ganz schwach sind und getragen werden müssen, weil sie nach dem langen Aufenthalt in der Schwerelosigkeit nicht mehr genügend Muskeln haben um sich auf der Erde selbstständig zu bewegen. Nachdem sich unser Nachbar also nach seinen All-Missionen im Spezialzentrum wieder erholt hat und nach Hause darf, ist er so froh über seine Bewegungsfreiheit dass er uns seinen nackten Körper gerne auch mal mit Bodybuilder-Posen präsentiert. Vor allem die Mitte seines Körpers bewegt er dabei sehr... beschwingt.

Es ist schön wenn man in der anonymen Mittelgroßstadt eine Beziehung zu seinen Nachbarn aufbaut. Man fühlt sich gleich aufgehoben wenn alle gegenseitig aufeinander aufpassen. Es kann mir nicht passieren dass ich mich morgens beim Kaffeetrinken am Küchenfenster vertrödele. Nach wenigen Minuten kommt unser Nachbar ans Fenster und zeigt mir wie froh er ist, endlich von seinem Raumanzug befreit zu sein.

Augsburg - 21.10.09 - 21:15 - Königsplatz

by Linda Bög — last modified Oct 25, 2009 01:00 PM

Cooler Junge 1 sitzt an der Haltestelle

Cooler Junge 2 kommt dazu

Cooler Junge 1: Und? Was machst Du?

Cooler Junge 2: Fahr zu meiner Freundin.

Cooler Junge 1: Ah.

Cooler Junge 2: Ja, isch immer des gleiche. Arbeit, ficken, heim. Arbeit, ficken, heim. Die ganze Woche. Jeden Tag.

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