Erwachsenwerden

Jan 23, 2011

Brückenbande ohne Brückenstraße

by Linda Bög — last modified Jan 23, 2011 03:56 PM

Es ist die Zeit des Abschied nehmens.

Die Brückenbande wird die Brückenstraße bald verlassen. Wir ziehen weiter, in ein neues Schloss. Suchen neue Aufgaben, finden neue Türen und regieren ein neues Reich.

Deswegen verabschieden sich Lind Bög und der Kanarienvogel von Liebgewonnenem. Heute hat uns das Klavier verlassen. An seiner statt steht nun die urige Komode, die bisher im Keller ihr Dasein fristete. Das Telefon hat auch ein neues zuhause.

Klavierplatzhalter.JPG

Und sonst so? Morgen verschwinden ein paar Eimer Farbe und Malerei-Utensilien aus dem Keller. Sie wandern in gute und liebevolle Hände. Bleibt die Frage was wir mit den großen Flohmarktkisten machen.. Außerdem anzugeben: Ein alter Gasofen, Töpfe und Pfannen, viele bunte Farbe für die Wand.

Passend zur Stimmung verabschieden wir uns auch vom alten Design. In Kürze erscheint die Blückenbande neu, frisch, hell und gepunktet. Der aufmerksame Leser weiß: Für Technik-Quark ist der Kanarienvogel zuständig.

Nov 25, 2010

Linda Bög zieht Bilanz

by Linda Bög — last modified Nov 25, 2010 12:00 PM

Ein knappes Jahr lang Studienabschluss machen. Erst Abschlussarbeit, dann Abschlussprüfung.

Das hat es mich gekostet:

  • 2 Pakete Druckerpapier
  • 3 Druckerpatronen
  • 3 Besuche beim Hausarzt
  • ca 300 Spritzen gegen Rückenschmerzen
  • 1 Ständer für den Rechner für eine bessere Sitzhaltung
  • 1 neuer Schreibtisch
  • 2 Besuche beim HNO
  • 7 Besuche bei dem hübschen Physiotherapeut
  • 2 Besuche beim Osteopath
  • Mandelentzündung
  • Tinitus
  • Komplettvernachlässigung freundschaftlicher und familiärer Kontakte über mindestens ein dreiviertel Jahr
  • 1 Paket Kekse
  • 2 Pakete Honigwaffeln
  • 4 Liter Eis
  • diverse Knabbereien, Chips, Kuchen
  • 5 Einkäufe bei Amazon, 3 bei Bücher Pustet
  • Ein neuer Rechner
  • Komplettvernachlässigung des Haushalts
  • 2 mal Unterdrückung sehr realer Mordgelüste gegenüber diversen Universitätsangestellten
  • 2 ausgeschlagene Urlaubs-Mitfahr-Angebote
  • 5 Besuch beim Betreuer meiner Abschlussarbeit
  • 1 Geburtstag ohne Party
  • 12 Millionen Sicherungskopien aller Stadien des Datensatzes und der Abschlussarbeit
  • 200 Liter Tee
  • 47 verpasste Parties
  • Eine wunderbare Begegnung mit dem hilfreichen Bibliotheksmitarbeiter vom Fachbereich Geographie
  • Diverse Begegnungen der anderen Art in der Bibliothek (zwei Sirtaki-übende Damen fortgeschrittenen Alters und ein Porno-Gucker in der Zentralbibliothek
  • 1 Kündigung vom Praxispartner bei der Abschlussarbeit
  • zusätzliche Speckröllchen
  • Eine Hand voll äußerst liebenswerter Leidensgenossen
  • Eine Studentenlizenz für UniPark
  • 14 Fernleihbestellungen
  • 7 hilfsbereite Beta-Tester für meinen Onlinefragebogen
  • 1 20-Euro-Spezialstift, der dann bei der schriftlichen Prüfung doch nicht zum Einsatz kam
  • 1 Rechnerabsturz
  • 43 Stunden, in denen der Hörer einfach mal neben dem Telefon lag
  • 8 Wutanfälle wegen SPSS
  • 4 Wutanfälle wegen Mediamarkt
  • 3 Wutanfälle wegen HP
  • 3 Besuche bei der TintenTonerTankstation
  • Eine Beichte beim Kanarienvogel
  • 2 Schachteln Stress-Zigaretten
  • 1 Besuch im Krankenhaus
  • 1 rettender Vor-Prüfungs-Erklärbär Anruf
  • 6 schlaflose Nächte
  • 6 mal große Erleichterung am Nachmittag
  • 1 große Kiste im Keller mit all den Lernskripten, Büchern und Notizen
  • 1 mal letztenendes doch ganz gut überstanden!



Das ist nicht eingetroffen:

  • Graue Haare (zumindest nicht auf dem eigenen Kopf)
  • Mahngebühren in der Unibibliothek
  • 10-Finger-Schreiben gelernt

 

Und seit gestern.... fertig!!!!

Linda Bög grüßt in die Welt und verspricht sich nun wieder intensiver dem Bloggen zuzuwenden.

Jul 28, 2010

Augsburg – 28.07.10 – 19:35 - Haltestelle Universität

by Linda Bög — last modified Jul 28, 2010 08:55 PM

Cooler Student versucht ein Mädchen zu beeindrucken:

"Ganz ehrlich: Das Einzige, was Deutschland je hervor gebracht hat, außer gutem Bier, ist Rammstein."

Jul 19, 2010

Wer sein Rad liebt...

by Linda Bög — last modified Jul 19, 2010 07:00 PM

Es ist furchtbar. Es ist schrecklich. Es ist manchmal sogar tödlich. Fahrradfahren.

Ja ich weiß, jeder kennt die Geschichten von Radfahrern, die von rechtsabbiegenden Autos übersehen wurden. Die Meisten haben selbst schon mal solche Situationen erlebt.

Ganz klar: Die bösen Autofahrer sind Schuld. Die elenden Dummköpfe, die zu blöd sind über die Schulter zu gucken, die einem in die Augen blicken und dann trotzdem die Vorfahrt nehmen.

Klarer Fall, oder?

Nicht ganz. Natürlich ist es immer irgendwie albern alle Individuen die ein gemeinsames Merkmal innehaben über einen Kamm zu scheren. Aber es ist irgendwie auch menschlich – in diesem Fall von den Autofahrern. Ich will damit sagen, dass man schon ein großer Idealist sein muss, wenn man die Fahrradfahrer (ich kann nur für die Augsburger Radler sprechen) noch ernst nimmt.

Ich selbst erlebe es jeden Tag. Es ist wirklich erstaunlich, gegen wie viele Verkehrsregeln man verstoßen kann indem man von der Innenstadt ins Univiertel radelt. Da gibt es Fahrradfahrer, die scheinen nicht zu wissen, dass wir in Deutschland Rechtsverkehr haben, dass Fahrradfahrer bei geteilten Gehwegen immer auf der Straßenseite fahren, dass man bei rot an der Ampel stehen bleibt und dass man nicht auf dem Fahrrad telefonierend Schlangenlinien fährt, wenn 20 andere Fahrradfahrer versuchen einen zu überholen.

599pxZeichen_237.png

(Dieses Zeichen bedeutet: Fahrradweg. Man darf den Fahrradweg aber nur in der Richtung benutzen, von der aus man das Schild auch lesen kann.)

Das traurige ist ja, dass die Menschen von denen ich hier spreche die Bildungselite von morgen sind. Die studierten jungen Menschen, die irgendwann die Grundpfeiler unserer Gesellschaft darstellen werden, die Renten für unsere Eltern bezahlen und dieses Land mit der Kraft ihrer Nackten Arme, ihrem unbeugsamen Willen und ihrem puren Wissensschatz zu einem besseren machen.

gemeinsamer_Fuss_und_Radweg.jpg

(Dieses Schild bedeutet, dass Radfahrer und Fußgänger gemeinsam einen Weg benutzen dürfen. Der kluge Radfahrer nimmt deswegen besonders Rücksicht auf Kinder, Hunde und Rollerblades)

Doch diese Probleme gibt es nicht nur in Augsburg. Auch in Münster verhalten sich die Studenten asozial und grob fahrlässig bei der Wahl der Parkplätze für ihre Räder. Hinter dem Münsteraner Bahnhof müssen bürgerkriegsartige Zustände herrschen. Lieferwägen müssen auf der Straße parken, da die Räder den Gehsteig blockieren. Auch Passanten müssen Kurven und Umwege laufen, wie die Ibbenbürener Volkszeitung berichtet.

verkehrsschildnachstvotyp1nr24131getrennterfussundradweg.jpg

(Dieses Schild bedeutet: Fußgänger laufen links vom Strich, Radfahrer fahren rechts vom Strich. Ganz einfach.)