Essen

Oct 16, 2011

Blog Action Day 2011 - Lebensmittel

by Linda Bög — last modified Oct 16, 2011 08:05 AM
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Kommt essen, Kinder - es ist wieder Blog Action Day!

- Ein Bericht und eine Beichte -

Engagierte Blogger aus der ganzen Welt sind heute dazu aufgerufen, über das Thema Lebensmittel zu schreiben. Es beteiligen sich tausende Blogger auf der ganzen Welt, die in ihrer jeweiligen Sprache über das jeweilige Jahresthema bloggen. Mehr Informationen dazu gibt es in meinem Beitrag vom letzten Jahr: Blog Action Day 2010 - Wasser

Der Termin ist gut gewählt, denn der Blog Action Day 2011 ist auch der Welternährungstag.

Deswegen möchte ich Euch heute erzählen, wie der Kanarienvogel und ich dazu beitragen, dass unsere Ernährung den Planeten nicht weiter zerstört und eine kleine Beichte ablegen.

Zunächst unser Beitrag: Hier in der Region gibt es eine sogenannte Gemüsekiste. Das ist eine Zentrale, bei der Biobauern aus der Umgebung ihre Waren abgeben können. Von Obst über Gemüse bis zu Käse, Fleisch und Brot wird dort alles gesammelt. Verbraucher können diese Gemüsekiste abonnieren und bekommen jede Woche Waren nach Hause geliefert. Das Prinzip ist so einfach wie logisch, denn die Bauern müssen sich nicht an die Jahrespläne von Discountern und Speditionen halten, sondern belassen die Früchte auf dem Feld so lange sie reif sind. Dafür wird die Abnahme der Produkte garantiert.

Die Verbraucher bekommen jede Woche eine Kiste voll mit gesunden. biologischen Lebensmitteln aus der Region nach Hause geliefert. Die Lieferwege sind kurz und die Nahrungsmittel saisonal. Es werden nur in geringem Maße Gewächshäuser, Kühlhallen und Verpackungen benötigt, denn alles ist frisch und gelangt schnell zu den Verbrauchern nach Hause.

Natürlich darf man sich aussuchen, was man geliefert bekommt. Der Kanarienvogel und ich erhalten zum Beispiel nur Gemüse, haben aber Fenchel ausgeschlossen. Ab und zu bestellen wir Käse oder etwas anderes aus dem Sonderprogramm.

Der Effekt dieser Gemüsekiste ist, dass man immer frisch kochen muss, was oftmals einige Kreativität erfordert. Ich hätte nicht so ohne Weiteres gewusst, was ich mit zwei Kohlrabi anfangen soll... aber zum Glück gibt es heutzutage so geniale Erfindungen wie Chefkoch.de, wo man zu allen Zutaten ein passendes Rezept findet.

Wer meine Ausschweifungen bis hier hin verfolgt hat, der interessiert sich nun bestimmt auch für die Beichte... na gut: Wir sind tomatensüchtig. Wir können nicht widerstehen, wenn im Supermarkt diese knallroten runden Dinger rumliegen und rufen "iss mich, iss mich mit Büffelmozzarella, iss mich mit Schafskäse Zwiebeln und Gurken, iss mich mit Nudeln!!!" So kommt es, dass wir zu manchen Jahreszeiten Tomaten kaufen, die nicht aus der Region kommen und nicht aus Deutschland sind. Ich achte zwar darauf, dass sie zumindest aus einem unserer Nachbarländer kommen, aber die sind dann meistens nicht Bio. Es tut mir leid, dass wir in diesem Punkt so schwach sind, aber ich bin froh, dass ich mir das mal von der Seele schreiben konnte!

Schande über uns, hier noch die Links zum Thema:

I am proud to take part in Blog Action Day Oct 16, 2011 www.blogactionday.org

Dec 09, 2010

ansprechbar

by Linda Bög — last modified Dec 09, 2010 07:32 PM

gemütlich und schmeichelhaft

Ich muss gestehen, auch wenn ich täglich durch die Innenstadt laufe und Kleinigkeiten besorge – die Passagen zwischen den Einkaufsstraßen kommen immer zu kurz. Was der Augsburger nicht sieht, das frisst er nicht?

Sehr schade. Vor allem, wenn deshalb Kleinode, wie die ansprechbar in der Welser Passage unter den Teppich rutschen. Dieses kleine Lokal verdrückt sich ein wenig in die Nische zwischen Butlers (Hinterausgang) und Samina Schlafzentrum eignet sich aber deshalb geradezu perfekt für ein Date. Aber auch wer Passanten gucken will kommt durch die Sitzbank am Schaufenster auf seine Kosten. Und wenn mal keiner vorbeiläuft und niemand zum Händchenhalten da ist, dann gibt’s immer noch einen kleinen Tischkicker und ein ansehnliches Zeitschriftenregal.

Zur weiteren Beschäftigung kann ich euch auch einen Schwatz mit Jörg, dem Besitzer der Ansprechbar empfehlen. Er erzählt dann vom Oktoberfest in Spanien und was er sich zum Thema Kochen und Genießen so denkt. In Jörgs Bar gibt es nämlich nur frisch zubereitete, hochwertige Produkte, die er lokal einkauft. Eine ausführliche Speisekarte sucht der Ansprechbar-Gast deshalb vergeblich. Täglich wechselnde Gerichte sind dafür auf der großen Tafel gegenüber der Bar zu finden.

ansprechbar.JPG

Die Brückenbande empfiehlt den Hauswein Shiraz Van de Vrede und das Rucola-Dingsbums (natürlich vegetarisch). Weitere Vor-Ort-Verkostungen werden demnächst vorgenommen.

Unschlagbarer Vorteil der ansprechbar: Vor dem Lokal rauchen geht auch ohne nasse Füße und rote Nase, denn die Welser Passage ist überdacht – und damit eben doch noch einmal ein paar Grad wärmer als die Raucherecken vor den anderen Kneipen..

 

  • Öffnungszeiten der ansprechbar Augsburg:

Jeden Tag ab 7 Uhr zum Frühstücken und für den schnellen Espresso an der Bar. Ansonsten bleibt Jörg, bis seine Gäste heimgehen. Das ist meistens gegen 19 Uhr, kann aber auch mal erst um Mitternacht sein. Davon abgesehen kann man die ansprechbar (und Jörg) auch mieten und eigene Veranstaltungen anmelden.

Zum Thema:

  • ansprech-Tipp: Wer nicht weiß, welche Passage die Welser Passage ist, der stelle sich vor den Ausgang von C&A, der sich in Richtung Rathausplatz befindet. Nicht der Ausgang Annastraße) und gehe einfach geradeaus.

Nov 28, 2010

Dran denken: Folge 3

by Linda Bög — last modified Nov 28, 2010 03:50 PM

Lind Bög gibt Tipps. Heute zum Thema Plätzchenbacken:

Merke: Den Plätzchenteig erst ausrollen und sich selbst von oben bis unten mit Mehl einsauen, wenn man auch weiß, wo man die Plätzchen-Ausstechformen letztes Jahr hingeräumt hat.

Trotz mehliger Panik-Suchaktion kann sich das Ergebnis aber dennoch sehen lassen: Linda Bögs Augsburger Weihnachtsbäckerei.

Weihnachtspltzchen.png

Links zum Thema:

Apr 28, 2010

Kassiererinnen quälen Folge 2

by Linda Bög — last modified Apr 28, 2010 03:50 PM

Wir mögen Tengelmann, aber mag Tengelmann seine Kassiererinnen?

Zu Beginn dieses Blogs haben wir berichtet, wie unschuldige und nichtsahnende Kassiererinnen unfreiwillig in die Sex-Rollenspiele der Supermarkt-Kunden involviert werden.  Heute wollen wir die neueste Kassiererinnen-Quäl-Gemeinheit vorstellen: Den Coupon.

Bereits seit der Einführung der Treueherzen sind die Damen an der Kasse unseres Stamm-Tengelmanns stets heiser. Jedem Kunden die Frage zu stellen: „Sammeln Sie Herzen?“ ist eine enorme Mehrbelastung für die Stimme. Die freundliche Kassiererin muss statt vorher nur „Guten Tag“ und „Neunundzwandzigneunundvierzig“ stets noch einen zusätzlichen Satz sagen. Die Damen müssen also seit dem Treueherzensammlungs-Start mindestens doppelt so viel reden wie vor der Herzenaktion.

Zu allem Übel hat sich Tengelmann nun noch eine zusätzliche Quälerei ausgedacht - den Sparcoupon.

Um das mal kurz zu erläutern: es handelt sich um einen zusätzlichen Zettel, der nach dem Kassenbon von der Maschine ausgespuckt wird. Da steht dann drauf, dass man ja dieses oder jenes Produkt gekauft hat. Und wenn man dieses Produkt bis zu einem bestimmten Tag noch mal kauft, dann bekommt man – vorausgesetzt man zeigt den entsprechenden Coupon her - einen kleinen Rabatt.

So. Jetzt bekommt man also an der Kasse neben dem Einkaufszettel, dem Zettel mit dem EC-Kartenbeleg und dem Zettel mit dem EC-Kartenbeleg auf dem man unterschreiben muss, auch noch den Mascarpone-Coupon (Der Mascarpone von Galbani hat übrigens eine Gelinggarantie...). Natürlich fragt der mündige Verbraucher bei der Kassiererin nach, was es denn mit dem Mascarpone-Coupon auf sich hat. Man will ja wissen womit man hier geködert werden soll...

Die heisere, aber stets freundliche, Kassiererin erklärt mir, wie das Tengelmann-Coupon-System funktioniert und weist mich, während sie noch heiserer wird, sogar darauf hin, dass der Coupon nur bis zu einem bestimmten Datum gültig ist.

Wunderbar! Falls ich mich nun also in den nächsten 2 Wochen dazu entschließe, schon wieder Tiramisu zu machen, dann spare ich mir 80 Cent, immer vorausgesetzt, ich kaufe zu diesem Zweck zwei Packungen Mascarpone der Marke Galbani in diesem bestimmten Tengelmann.

Die Chancen für einen schnellen nächsten Tiramisu stehen aber eher schlecht. Zum einen startet die Bikinisaison bald, zum anderen lohnt sich ein Tiramisu eigentlich nur, wenn auch wirklich viel Leute am Tisch sitzen. Davon abgesehen ist die Mascarponecreme gar nicht hart geworden und es gab Tiramisu-Suppe. Schöne Gelinggarantie!

Feb 14, 2010

Alltagsfragen 12/708

by Linda Bög — last modified Feb 14, 2010 12:00 AM

Kaufen Nazis eigentlich Biolebensmittel aus Deutschland?