Frauen

Sep 07, 2011

Frauen Bauen

by Linda Bög — last modified Sep 07, 2011 02:25 PM
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Frauen bauen Häuser und putzen auf Knien - aus dem Alltag einer Texterin

Mein Job ist es, für andere Leute deren Tätigkeiten zu beschreiben, denn den meisten Unternehmern fällt es schwer, ihr Business in schöne Worte zu fassen. Gut für mich. Und abwechslungsreich. Denn die Kunden von meetshaus, meiner kleiner Firma, kommen natürlich nicht nur aus den Bereichen Haarspangen, Ponyfarm und Kochbuchverlag. Nein, ich muss mich immer wieder in Themen einarbeiten, von denen ich bisher keine Ahnung hatte.

Zur Zeit brüte ich über einem Stapel Bauprospekte. Da geht es um Fenster und Türen, um Dämmung und um Fliesen. Das ist weniger langweilig als man denken könnte. Ehrlich!

Nun, manchmal wird das durchstöbern von Fliesenkatalogen sogar richtig spannend. Denn es ist schon aufregend, wenn einem vor Empörung fast ein dicker Band mit Fotos von wunderschönen Fußböden auf den Fuß fällt.

Und das kam so: EURO BAUSTOFF ist eine Kooperation von Baustoffherstellern. Unter der gemeinsamen Marke wird die Werbung für die verschiedenen Produkte organisiert. EURO BAUSTOFF gibt für verschiedene Produktthemen einzelne Kataloge heraus. Ich habe den Katalog über Fliesen von meinem Kunden bekommen. Nach dem ich mir etwa 50 Seiten mit Bildern von perfekten Räumen, eleganten Fußböden und penibel sauberen Oberflächen angeschaut habe, war ich nicht verwundert, dass in dem Katalog auch gleich Werbung für Spezial-Fliesenreiniger gemacht wird. Irgendwie naheliegend. Dass in einem Katalog, in dem auf keiner einzigen Seite irgendwelche Menschen abgebildet sind (abgesehen von einem Baby mit dem Bewiesen wird, wie schonend Fliesen sind)  just auf der Seite mit den Reinigungsmitteln das Bild einer Frau auftaucht, die im Minikleid mit tiefem Ausschnitt auf Knien mit der Hand den Fußboden schrubbt fand ich dann doch einigermaßen bemerkenswert.

Den Katalog kann man hier direkt herunterladen: EUROBAUSTOFFE pdf Das Bild ist auf Seite 53.

Eine ganz andere Entdeckung habe ich dann etwas später in dem Fachmagazin Der Bauherr gemacht. Hier finde ich in einer Werbeanzeige für Bauplatten das Bild einer Frau, die mit "Die Bauherrin" beschrieben wird.

Frauenbilder.JPG

Liebe Verantwortliche der Firma Patina-Fala Reinigungsprodukte, wusstet Ihr von diesem Bild? Habt Ihr den Druck gar selbst so gewünscht? Gerne empfehle ich eine kompetente Werbeagentur, mit der Sie Kampagnen umsetzen können, ohne dabei die Gefühle von potentiellen Kundinnen verletzen.

Uns hier noch mein erster tweet zu dem Fall.

Beste Grüße nach Kirchheim bei München. Ich bin gespannt auf Ihre Reaktion.

Jul 19, 2011

Slutwalk Berlin

by Linda Bög — last modified Jul 19, 2011 08:50 AM
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Slutwalk Berlin am 13. August um 15 Uhr am Wittenbergplatz.

Nach langer Pause (bedingt durch unseren Umzug und viiieeel Arbeit) kommt heute endlich mal wieder ein kurzer Beitrag von mir.

Ich möchte Euch auf den Slutwalk in Berlin aufmerksam machen.

Der Slutwalk ist eine Veranstaltung, bei der Frauen sexy und aufreizend angezogen sind, um zu überspitzt zum Ausdruck zu bringen, dass sie auch in solch einem Outifit ein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung haben. Doch natürlich betrifft dieses Thema nicht ausschließlich Frauen.

In der offiziellen Mitteilung heißt es: "Menschen gehen weltweit für ihr Recht auf Selbstbestimmung hinsichtlich Körper, Gender, Sexualität und Begehren auf die Straße sei es in privaten Beziehungen oder in Berufen, in denen Sex zum Arbeitsalltag gehört!"

Das Motto "yes means yes and no means no" trifft den Kern dieser Veranstaltung meiner Ansicht nach am besten.

Slutwalk Berlin 2

Aber: Sexy ist kein Muss. Die Organisatoren haben mich gerade eben noch einmal darauf hingewiesen, dass es keinen Dresscode gibt und dass man natürlich auch in 'normalen' Klamotten kommen kann. Wie bei jeder Aktion ist das wichtigste, dass sich viele daran beteiligen.

Auch Frauen, die nicht in Berlin wohnen, oder dort hin fahren können, um den Slutwalk zu unterstützen, können sich daran beteiligen, die Aktion bekannter zu machen.

Es gibt eine facebook fanpage: Slutwalk Berlin, eine Webseite, auf der man zum Beispiel an das Organisationskomitee spenden kann: Slutwalk Berlin und jede hat natürlich die Möglichkeit, den Slutwalk auf ihrem Blog, ihrer Webseite oder in ihrem Netzwerk bekannt zu machen.

Achtung: Das Banner ist nicht aktuell, der Treffpunkt ist am Wittenbergplatz.

Jan 06, 2011

Bloggermädchen

by Linda Bög — last modified Jan 06, 2011 02:15 PM
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Obwohl das eigentlich anders geplant war, hat sich auch auf der Brückenbande die klassische Rollenverteilung eingeschlichen. Linda Bög ist die Mannschafts-Kommunikatorin und schreibt die Texte, der Kanarienvogel kümmert sich - ganz männlich - um den ganzen technischen Quark.

Aus diesem Grund finde ich es auch irgendwie ganz in Ordnung, mich zum Kreis der weiblichen Bloggerinnen dazu zu zählen - eine Community für bloggende Pärchen ist mir bisher noch nicht über den Weg gelaufen... In dieser Community also, bei den Girls on Web Society, geht es um Austausch, ums Kennenlernen, aber auch um das Gegenseitig-aufeinander-aufmerksam-machen. Die Mädchenmannschaft hat deswegen eine Abstimmung zum Bloggermädchen 2010 gestartet:

bloggermaedchen10.jpg

 

Gesucht wird die Bloggerin des Jahres 2010. Zur Auswahl stehen 10 Blogs, soweit ich weiß alle aus Deutschland (oder zumindest deutschsprachig). Da geht es natürlich immer wieder um feministische Themen, was sicherlich nicht zuletzt den Ausrichterinnen der Abstimmung, den Mädels von Mädchenmannschaft, geschuldet ist -aber eben auch nicht immer.

Ich gebe es zu, ich habe es noch nicht geschafft, alle Blogs anzusehen. Aber mein persönlicher Favourit steht ohnehin schon fest. Der Blog, den ich seit ein paar Monaten immer ganz gespannt verfolge ist Girls can Blog von Anna Luzie Schmid. Sie veröffentlicht oft interessante Wettbewerbe, Termine, Ausstellungen etc. Das beste sind aber die Interviews mit Bloggerinnen. Die Mädels erzählen da, wie sie zum Bloggen gekommen sind, was sie antreibt und welche Blogs sie selbst verfolgen. Unbedingt lesenswert!

Die Abstimmung läuft noch bis zum 31. Januar 2011 um 18 Uhr.

Es grüßt Lind Bög, die bloggende Wahl-Augsburgerin

Dec 20, 2010

Weihnachtsgeschenk für Mädchen

by Linda Bög — last modified Dec 20, 2010 09:33 AM

Heute mal ein Artikel für Jungs. Thema: Was schenke ich meiner Freundin zu Weihnachten?

Wenn Euch bis jetzt nichts atemberaubendes, romantisches oder total niedliches eingefallen ist, dann dürft ihr Euch zu Recht mies fühlen:

mies fühlen

Ok, das reicht erstmal wieder. Wir sind ja dafür da, Euch Abhilfe zu verschaffen.

Zugegeben, Gutscheine sind immer so ein bisschen gnääääähmmmmn... Aber trotzdem glaube ich, dass sich Eure Mädels über einen Gutschein von DaWanda total freuen würden (mehr, als über einen Gutschein von Amazon). Denn bei DaWanda gibt es wirklich feine Mädchensachen. Das ist so ein Onlineshop wo Menschen selbstgemachte Sachen verkaufen (nicht gleich die Augen verdrehen, Jungs!), die wirklich wunderschön sind -lasst Euch das ruhig von einem Mädchen sagen. Ich kenn mich da aus!

Link zum DaWanda-Gutschein

Brückenbandes Lieblingsshops auf DaWanda:

Und wenn der DaWandagutschein mit den Worten: "Schatz, ich konnte mich nicht entscheiden." überreicht wird, dann könnte das auch ziemlich charmant rüberkommen. Praktisch als Last-Minute-Geschenk ist der Gutschein übrigens auch, weil er per Mail kommt und man ihn nach wenigen Minuten schon audrucken kann...

So. Und wer sich jetzt noch unsicher ist, hier kommen die Top drei der furchtbarsten Geschenke von Jungs an meine Freundinnen:

  1. Eine Bratpfanne
  2. Die aktuelle Staffel der Simpsons auf DVD
  3. Eine Popkornmaschine

Wer die drei Kategorien Küchengerät, Hätt-ich-selber-gern und Völliger Unsinn erfolgreich vermeidet, bei dem steht einem geschenkemäßigen Weihnachtserfolg nichts mehr im Wege.

 

Weihnachtliche Grüße von Linda Bög, die stets um Euer Wohlergehen besorgt ist.

Jul 28, 2010

Augsburg – 28.07.10 – 19:35 - Haltestelle Universität

by Linda Bög — last modified Jul 28, 2010 08:55 PM

Cooler Student versucht ein Mädchen zu beeindrucken:

"Ganz ehrlich: Das Einzige, was Deutschland je hervor gebracht hat, außer gutem Bier, ist Rammstein."

May 27, 2010

Erotik für Frauen = möglichst viel Geld ausgeben?

by Linda Bög — last modified May 27, 2010 10:10 PM

Das Magazin Alley Cat hält nicht was es verspricht.

Das Frauenmagazin Alley Cat erhebt den Anspruch Erotisches für Frauen zu bieten. Wie die Zeitschrift in den letzten Jahren daher kam kann ich nicht beurteilen, doch die erste Ausgabe seit Eingliederung in den Burda-Verlag ist meiner Meinung nach ein schlechter Witz.

Vollmundig verspricht die Chefredakteurin Ina Küper, dass Frauen sich jetzt endlich ein neues sexuelles Selbstbewusstsein angeeignet haben, weshalb sie sich nicht mehr sagen lassen „Tu dies, tu jenes“. Im Gegenteil: Frau darf, laut  Küper jetzt auch mal „Nö“ sagen. Nun, Frau Küper, für Sie mag es wohl neu sein, flotte Dreier und Bettakrobatik auch mal abzulehnen, weil man keine Lust darauf hat, doch unterstellen Sie bitte nicht ihren Leserinnen, jetzt erst auf diese Idee gekommen zu sein.

Lustig wird es aber erst auf den folgenden Seiten. Ab dem Vorwort bis zum Ende besteht das Heft eigentlich nur aus Produkt- und Handlungsempfehlungen, von denen die schrägste sicherlich ein Muschi-Reinigungsgerät ist. Wie soll ich Ihnen, Frau Küper glauben dass es ok ist nicht-zusammenpassende Unterwäsche zu tragen und dass wir am besten aussehen wenn wir ungeschminkt einem zerwühlten Bett entsteigen (wie Sie im Vorwort behaupten), wenn sie uns auf den 138 Seiten, die Alley Cat dick ist, gerade einmal knapp 40 Seiten bieten, auf denen kein Produkt (mehr oder weniger versteckt in Artikeln) angepriesen wird? Wobei ich hier die 7 Doppelseitigen Inhaltsangaben schon mitgezählt habe.

Nicht, dass mich hier jemand falsch versteht: es ist vollkommen klar, dass ein Magazin finanziert werden muss. Warum also nicht mit Themenrelevanten Produkten? Wenn die auch noch so fein in Szene gesetzt werden wie in der Dessous-Modestrecke mit der molligen Leserin dann hat das sogar etwas äußerst reizvolles. Doch selten ist mit eine Zeitschrift untergekommen, die über die Darstellung themenrelevanter Produkte das Thema völlig vergisst.

Immerhin sollte es hier um Erotik für Frauen gehen. Zu diesem Thema finde ich in Alley Cat einen halbseidenen Artikel in dem eine Redakteurin versucht via Couchsurfing an Sex zu kommen, einen Rückblick auf die Sexuelle Befreiung der Frau (in dem zu Schluss wenigstens Beth Ditto gelobt wird) und einen Auszug aus einem Sex-Roman. Unter Erotik stelle ich persönlich mit etwas anderes vor.

Was bleibt? Die Absicht ein hochwertiges Erotikmagazin für Frauen zu gestalten ist eine gute und sollte belohnt werden, doch wenn keine Erotik mehr im Endprodukt steckt, sollte man das dann auch nicht so vermarkten.

 

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