Frischluft

Oct 24, 2010

Sonntagsgruß

by Linda Bög — last modified Oct 24, 2010 01:00 PM

Augsburg - Du bist wunderbar.

Augsburg - Du bist wunderbar

(Entdeckt gegenüber dem Kino Liliom, Unterer Graben)

Brückenbande: Sonntagsgrüße

Jul 27, 2010

Der König von Augsburg

by Linda Bög — last modified Jul 27, 2010 03:30 PM

Immer wieder treffen wir ihn in der Stadt. Meist singt er nicht, aber wenn, dann stets Weihnachtslieder.

In letzter Zeit treffe ich ihn manchmal an der Ecke Kanalstraße/Müllerstraße. Ich lächle den König dann immer an, aber er lächelt nie zurück. Ich weiß nicht ob er sich an mich erinnert.

Der König von Augsburg

Ich hab mir mal den Spaß gemacht nach dem König von Augsburg zu googlen, hab aber kaum etwas gefunden. Nur diesen feinen Radiobeitrag unseres geliebten Bayerischen Rundfunks vom 25. September 2009.

Ich kann den Mitschnitt auch allen Augsburgern empfehlen, die den König schon kennen oder ihn oft sehen, denn in dem Beitrag spricht er auch selbst und erzählt wie das war, als er nach Rom gewandert ist.

Bayerischer Rundfunk: So klingt Augsburg: Der König von Augsburg

Jun 16, 2010

Wir jammern über das Wetter

by Linda Bög — last modified Jun 16, 2010 02:00 PM

Liebe Mitmenschen, sehr verehrte Augsburger mit Föhnfrisuren und Dauerwelle: Durch das Aufspannen eines Regenschirmes werden nicht automatisch alle anderen Passanten einen Kopf kleiner. Auch die Augen, die weh tun wenn man hineinpikst, sind trotz Regen immernoch da.

Oct 25, 2009

My Neighbours are Strange...

by Linda Bög — last modified Oct 25, 2009 01:20 PM

Der Nachbar bewohnt die Wohnung in dem Haus gegenüber, die genau auf unserer Höhe liegt. Unser Küchenfenster und sein Schlafzimmerfenster. Vis á vis.

Der Nachbar bewohnt die Wohnung in dem Haus gegenüber, die genau auf unserer Höhe liegt. Unser Küchenfenster und sein Schlafzimmerfenster. Vis á vis.

Unser Nachbar ist Astronaut. Oder Industrietaucher. Er ist immer eine Weile nicht da, und dann sieht man ihn wieder jeden Tag. Der geht bestimmt auf Montage. Oder eben auf dem Mond. Der Kanarienvogel wollte eigentlich ein Skript schreiben zum Abgleich von Datenbanken. Wir wollten überprüfen ob die Abwesenheitszeiten unseres Nachbarn mit den Zeiträumen der bekannten Raummissionen überein stimmen. Wenn er allerdings für geheime Militärprojekte fliegt, dann muss schon ein größerer Systemangriff her, um die Zeiträume zu vergleichen.

Leider hat der Kanarienvogel immer so viel anderes zu tun. Er muss Outlook-Probleme von Kunden fixen und Mailadressen einrichten. Da bleibt keine Zeit für einen Angriff auf die NASA oder die ESA.

Unser Nachbar hat auf alle Fälle einen Job, bei dem man eine ganz schwere, dicke und unbewegliche Montur tragen muss.

Nur so lässt es sich erklären, warum unser Nachbar dann zu Hause immer völlig unbekleidet beschwingt durch die Wohnung hüpft. Seine Haut hat sicherlich Luftentzug. Das kann zu Erstickung führen, wie wir spätestens seit den Sorgen um Shirley Eaton wissen, die sich für den Bond-Film Goldfinger von oben bis unten mit Blattgold bekleben lies.

Wahrscheinlich muss er auch einiges an Bewegung nachholen bzw. seine Muskeln wieder aufbauen. Man erinnere sich nur an die Langzeit-Astronauten, die nach ihrer Rückkehr auf die Erde ganz schwach sind und getragen werden müssen, weil sie nach dem langen Aufenthalt in der Schwerelosigkeit nicht mehr genügend Muskeln haben um sich auf der Erde selbstständig zu bewegen. Nachdem sich unser Nachbar also nach seinen All-Missionen im Spezialzentrum wieder erholt hat und nach Hause darf, ist er so froh über seine Bewegungsfreiheit dass er uns seinen nackten Körper gerne auch mal mit Bodybuilder-Posen präsentiert. Vor allem die Mitte seines Körpers bewegt er dabei sehr... beschwingt.

Es ist schön wenn man in der anonymen Mittelgroßstadt eine Beziehung zu seinen Nachbarn aufbaut. Man fühlt sich gleich aufgehoben wenn alle gegenseitig aufeinander aufpassen. Es kann mir nicht passieren dass ich mich morgens beim Kaffeetrinken am Küchenfenster vertrödele. Nach wenigen Minuten kommt unser Nachbar ans Fenster und zeigt mir wie froh er ist, endlich von seinem Raumanzug befreit zu sein.