Innenstadt

Apr 03, 2011

Das Mysterium der Blume

by Linda Bög — last modified Apr 03, 2011 12:00 AM
Filed Under:

Augsburg erblüht in schwarz.

Bei uns gehen seltsame Dinge vor. Ich entdecke immer mehr Blumen-Grafitties hier in Augsburg. An Türen, an Stromkästen, an Häuserwänden und Laternenpfählen. Bisher konnte mit nbiemand sagen, was es mit diesen Blumenbildern auf sich hat.

copy_of_Augsburgblume.JPG

Ist das ein Teil dieser "Augsburg - du bist wunderbar"-Aktion? Passen würde es ja, denn wundern tun sich da tatsächlich einige Leute darüber.

Vielleicht ist das aber auch das Zeichen einer Gang, die mit diesem Motiv quasi ihr Revier markiert... Sollte das der Fall sein, dann müssen wir aufpassen, liebe Augsburger und Augsbürgerinnen, denn diese Bande kontrolliert ziemlich große Teile der Stadt und dürfte deshalb sehr mächtig sein!

Sachdienliche Hinweise bitte an facebook.com/Brueckenbande. Danke.

Feb 10, 2011

Augsburg heißt Gäste und Gästinnen willkommen

by Linda Bög — last modified Feb 10, 2011 09:27 AM

Stadt sucht City SymPaten für die Fifa Frauen-Weltmeisterschaft 2011

Linda Bög hat sich am Dienstag Abend auf der Infoveranstaltung „SymPaten City Welcomers“ herumgetrieben. Was gab es da? Neben einem feschen Kugelschreiber und diversen ungesunden Getränken vor allem Informationen über freiwilliges Engagement während der WM in Augsburg.

SymPaten_1.JPG

Die SymPaten sollen in der Innenstadt herumlaufen und Touristen und Fußballfans den rechten Weg weisen zum Stadion, zur nächsten Toilette oder einem netten Café.

Ich muss sagen, dass die Damen und Herren vom Bündnis für Augsburg und vom Freiwilligen Zentrum Augsburg die Aktion der SymPaten richtig gut verkauft haben. Spätestens als Herr Rotter vom Fifa-Büro Augsburg ein paar Eckdaten nannte und die versammelten 60 Interessenten mit Details zur WM anheizte waren sich alle einig: Dabei sein ist alles! Da wurde zum ersten mal an dem Abend laut geklatscht. Vor allem der Slogan: „Frauenfußball ist die allerschönste Nebensache der Welt“ (in Abwandlung von „Fußball ist die schönste Nebensache der Welt“ kam beim überwiegend älteren Publikum gut an.

Geschmunzelt wurde auch, denn die Organisatoren hatten es immer ganz besonders wichtig damit, auch auf jeden Fall die weibliche Form zu verwenden. Stets wurden die engagierten Bürger und Bürgerinnen, Augsburger und Augsburgerinnen begrüßt. Das gipfelte darin, dass man als SymPat darauf gefasst sein muss, dass „Gäste oder Gästinnen nach dem Weg fragen“. Klares Fazit: Man kann es auch übertreiben.

Bildschirmfoto20110210um10.26.13.png

Davon abgesehen scheint mir das Engagement als SymPat für Augsburg eine feine Sache zu sein. Nicht nur weil man die aufregenden Shirts und Rucksäcke behalten darf, man bekommt auch eine umfassende Stadtbildung. In vier Schulungen werden touristisches Wissen (Augsburg hat die höchste Konditorendichte), Kommunikation (was mache ich, wenn mir einer nur ein Ohr abkauen will), Verkehrswege (wie genau kommt man am besten zum Ulrich) und Allgemeines (WM-Programm, erste Hilfe, Organisationskram) vermittelt.

Wer sich also zum SymPat-sein verpflichtet, auf den warten ein Infoabend, vier Schulungstermine (a 3 Stunden), ein Organisationstreffen kurz vor der WM, mindestens eine Schicht vor-, während- oder nach einem Spieltag in Augsburg von drei Stunden und ein Dankeschön-Fest im September.

Linda Bög macht mit, weil sie mal ihren Enkeln erzählen will, dass sie bei einer WM im eigenen Land mitgeholfen hat, weil sie mehr über Augsburg wissen will und weil sie bei den ganzen Schulungen und Schichten bestimmt ein paar feine Mitmenschen und Mitmenschinnen kennenlernt.

Wer sich auch noch als SymPat bei der Frauen-WM engagieren will, der hat am Montag den 21. Februar um 18 Uhr noch mal die Gelegenheit einen Infoabend zu besuchen. Im Moment sind erst ca. 150 freiwillige gefunden. Etwa 300 werden insgesamt benötigt. Weitere Infos und Anmeldung: Freiwilligen-Zentrum Augsburg.

Die Spieltage in Augsburg sind:

  • Mittwoch 29. Juni (Norwegen : Äquatorial-Guinea)
  • Samstag 2. Juli (DVR Korea : Schweden)
  • Dienstag 5. Juli (England : Japan)
  • Sonntag 10. Juli (1. Gruppe C : 2. Gruppe D)

Kleiner Hinweis für die Mädchen: Die Shirts gibt es dann für die Einsätze zur WM auch noch in anderen Größen. Das Foto ist leider etwas verschwommen, weil Linda Bög so aufgeregt war.

Jan 30, 2011

Binnenschifffahrt in Augsburg

by Linda Bög — last modified Jan 30, 2011 07:44 PM

Stadtverkehrsamt beginnt mit dem Aufbau von Binnenschifffahrts-Kennzeichen auf den Augsburger Kanälen.

Heute morgen hatten wir uns noch gewundert, warum die gelbe Warnleuchte auf der Kanalbrücke angebracht wurde, so ganz allein, ohne Baustelle weit und breit. Nachdem sie jetzt, da es dunkel ist, auch noch angefangen hat zu blinken, hat sich Linda Bög (ja, wir bieten Euch investigativen Journalismus) auf den steinigen Rechercheweg begeben und herausgefunden, dass ein gelbes Taktfeuer den Übergang der Fahrrinne von einem zum anderen Ufer bedeutet - Nachzulesen in Anhang 8 der Binnenschifffahrtsordnung (BinSchStrO).

Taktfeuer2.JPG

Warum nun also ein gelbes Taktfeuer auf der Kanalbrücke am Anfang der Brückenstraße? Ganz klar: Augsburg als alte Industriestadt war schon immer ganz innovativ vorne mit dabei, wenn es darum ging, die großen Firmen wie Haindl, MAN oder Aerospace mit Material zu versorgen. Es gibt eine Güterverkehrs-Bahnlinie, mit der man fast die ganze Innenstadt umrunden kann, entlang der Berliner Allee und der Wertach, mit der die großen Unternehmen beliefert werden können.

Jetzt will man auch auf den Wasserstraßen den Transport von Lasten ermöglichen. Kanäle sind bereits in ausreichender Anzahl vorhanden - allein die ordnungsgemäße Beschriftung fehlt noch. Das wird, auf Bestreben der Augsburger Grünen jetzt nachgeholt. Sie konnten im Stadtrat durchsetzen, dass sich die Stadt Augsburg in Zukunft als besonders umweltfreundlicher Industriestandort präsentieren wird. Bereits bis 2014 sollen alle Schwerlasttransporte auf dem Wasserweg abgewickelt werden. Ein ehrgeiziges Ziel, doch die CO2-Billanz eines Schiffes ist, gegenüber dem Transport über die Schiene um ein vielfaches besser.

Und eines sei noch gesagt: Schifffahrt schreibt man jetzt mit drei "f". Ich hab extra im aktuellen DUDEN nachgeschaut!

Es Grüßt: Linda Bög

Jan 23, 2011

Brückenbande ohne Brückenstraße

by Linda Bög — last modified Jan 23, 2011 03:56 PM

Es ist die Zeit des Abschied nehmens.

Die Brückenbande wird die Brückenstraße bald verlassen. Wir ziehen weiter, in ein neues Schloss. Suchen neue Aufgaben, finden neue Türen und regieren ein neues Reich.

Deswegen verabschieden sich Lind Bög und der Kanarienvogel von Liebgewonnenem. Heute hat uns das Klavier verlassen. An seiner statt steht nun die urige Komode, die bisher im Keller ihr Dasein fristete. Das Telefon hat auch ein neues zuhause.

Klavierplatzhalter.JPG

Und sonst so? Morgen verschwinden ein paar Eimer Farbe und Malerei-Utensilien aus dem Keller. Sie wandern in gute und liebevolle Hände. Bleibt die Frage was wir mit den großen Flohmarktkisten machen.. Außerdem anzugeben: Ein alter Gasofen, Töpfe und Pfannen, viele bunte Farbe für die Wand.

Passend zur Stimmung verabschieden wir uns auch vom alten Design. In Kürze erscheint die Blückenbande neu, frisch, hell und gepunktet. Der aufmerksame Leser weiß: Für Technik-Quark ist der Kanarienvogel zuständig.

Jan 17, 2011

Coworking in Augsburg

by Linda Bög — last modified Jan 17, 2011 09:15 AM

„Einfach das reden miteinander fördern!“

Der erste Augsburger Coworking-Space ist in eine größere Location umgezogen.

Hä? Coworking? Na, das ist, wenn man zusammen in einem Büro sitzt, wo aber jeder was anderes macht. Man kann dann mit den Sitznachbarn reden, wenn man will. Muss aber nicht. Wer mag, kann sich einen Schreibtisch mieten. Für einen Tag, einen Monat, für immer. Ganz flexibel. W-LAN und Kaffee gibt’s gratis dazu.

Neu ist, dass der Augsburger Coworking-Space max 30.1 seit Januar in einem anderen Gebäude sitzt. Uli Hab, der leidenschaftliche Gründer hat mir erzählt, dass in den neuen Räume jetzt doppelt so viele Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.

Der Umzug, einmal quer über die Augsburger Maxstraße, wurde dann auch ganz Coworking-mäßig organisiert. Wer wollte, kam am 7. Januar in den Coworking-Space max 30.1, nahm sich ein Tischbein, lief über die Straße, stellte das Tischbein ab und bekam ein Bier. Dieser Vorgang konnte beliebig oft wiederholt werden.

Umzugmax30umzug.jpg

So wurde nicht nur die gesamte Einrichtung transportiert, das Networking wurde gleichzeitig auch mit einem brillanten Trick gefördert. Denn wer einmal gemeinsam einen Schrank durch die Augsburger Innenstadt geschleppt hat, der hat nachher keine Probleme mehr, Gesprächsstoff mit den anderen Coworkern zu finden. So war die anschließende Umzugsparty dann auch ein tolles Event, bei dem zahlreiche Kontakte geknüpft wurden. Uli Hab: „Das Coworking an sich, ist einfach Community. Deshalb war die Idee sehr schnell da, aus diesem Umzug eben kein nüchternes Projekt, sondern ein gemeinschaftliches Erlebnis zu machen. Der Schritt danach am Abend in eine Party überzugehen war dann naheliegend.“

Hab ist es wichtig, den Zweck mit etwas schönem zu verbinden. So dient der Coworking-Space eben auch dazu, die Arbeit, die man zuhause am Schreibtisch ebenso gut erledigen könnte, in einer gemeinschaftlichen Atmosphäre zu tun und dabei sogar ein bisschen Spaß zu haben. Insofern ist max 30.1 für Uli auch ein Projekt mit Eigennutz. Er hatte weder Lust zuhause allein zu arbeiten, noch Lust dazu, jeden Tag in seiner eigenen Firma zu hocken. Mit max 30.1 hat er ein tolles Mittelding zwischen beiden Varianten gefunden und schwärmt sehr von der Arbeitsatmosphäre: „Wir haben hier Start-Ups, bei denen ganz viel Dynamik da ist. Die brauchen natürlich möglichst viel Flexibilität. Dann gibt es IT-Leute, Softwareentwickler, und dann auch ein paar, die bei einer Firma arbeiten, die in Augsburg keine eigenen Büros hat. Zuhause ist es eben meistens doch zu langweilig. Dann haben wir noch einen Vertriebsmensch, der hier seine Basis hat und die meiste Zeit in der Woche unterwegs ist und einen Pastor von der Kirchengemeinde, der die Geselligkeit schätzt.“

Wir sind gespannt, welche aufregenden Gestalten in der nächsten Zeit noch im Augsburger Coworking-Space einziehen. Bei Interesse an einem Arbeitsplatz bitte einfach mal gucken: max 30.1

Es grüßt Linda Bög von der Brückenbande, die im Moment mit ihrem Home-Office noch ganz happy ist.