Moritzplatz
Jan 17, 2011
Coworking in Augsburg
„Einfach das reden miteinander fördern!“
Der erste Augsburger Coworking-Space ist in eine größere Location umgezogen.
Hä? Coworking? Na, das ist, wenn man zusammen in einem Büro sitzt, wo aber jeder was anderes macht. Man kann dann mit den Sitznachbarn reden, wenn man will. Muss aber nicht. Wer mag, kann sich einen Schreibtisch mieten. Für einen Tag, einen Monat, für immer. Ganz flexibel. W-LAN und Kaffee gibt’s gratis dazu.
Neu ist, dass der Augsburger Coworking-Space max 30.1 seit Januar in einem anderen Gebäude sitzt. Uli Hab, der leidenschaftliche Gründer hat mir erzählt, dass in den neuen Räume jetzt doppelt so viele Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.
Der Umzug, einmal quer über die Augsburger Maxstraße, wurde dann auch ganz Coworking-mäßig organisiert. Wer wollte, kam am 7. Januar in den Coworking-Space max 30.1, nahm sich ein Tischbein, lief über die Straße, stellte das Tischbein ab und bekam ein Bier. Dieser Vorgang konnte beliebig oft wiederholt werden.

So wurde nicht nur die gesamte Einrichtung transportiert, das Networking wurde gleichzeitig auch mit einem brillanten Trick gefördert. Denn wer einmal gemeinsam einen Schrank durch die Augsburger Innenstadt geschleppt hat, der hat nachher keine Probleme mehr, Gesprächsstoff mit den anderen Coworkern zu finden. So war die anschließende Umzugsparty dann auch ein tolles Event, bei dem zahlreiche Kontakte geknüpft wurden. Uli Hab: „Das Coworking an sich, ist einfach Community. Deshalb war die Idee sehr schnell da, aus diesem Umzug eben kein nüchternes Projekt, sondern ein gemeinschaftliches Erlebnis zu machen. Der Schritt danach am Abend in eine Party überzugehen war dann naheliegend.“
Hab ist es wichtig, den Zweck mit etwas schönem zu verbinden. So dient der Coworking-Space eben auch dazu, die Arbeit, die man zuhause am Schreibtisch ebenso gut erledigen könnte, in einer gemeinschaftlichen Atmosphäre zu tun und dabei sogar ein bisschen Spaß zu haben. Insofern ist max 30.1 für Uli auch ein Projekt mit Eigennutz. Er hatte weder Lust zuhause allein zu arbeiten, noch Lust dazu, jeden Tag in seiner eigenen Firma zu hocken. Mit max 30.1 hat er ein tolles Mittelding zwischen beiden Varianten gefunden und schwärmt sehr von der Arbeitsatmosphäre: „Wir haben hier Start-Ups, bei denen ganz viel Dynamik da ist. Die brauchen natürlich möglichst viel Flexibilität. Dann gibt es IT-Leute, Softwareentwickler, und dann auch ein paar, die bei einer Firma arbeiten, die in Augsburg keine eigenen Büros hat. Zuhause ist es eben meistens doch zu langweilig. Dann haben wir noch einen Vertriebsmensch, der hier seine Basis hat und die meiste Zeit in der Woche unterwegs ist und einen Pastor von der Kirchengemeinde, der die Geselligkeit schätzt.“
Wir sind gespannt, welche aufregenden Gestalten in der nächsten Zeit noch im Augsburger Coworking-Space einziehen. Bei Interesse an einem Arbeitsplatz bitte einfach mal gucken: max 30.1
Es grüßt Linda Bög von der Brückenbande, die im Moment mit ihrem Home-Office noch ganz happy ist.
- Auch noch zum Thema: Start-Up Kuscheln
- Bild: Rainer Lederhofer, Augsburg
Oct 25, 2010
Start-Up-Kuscheln
Top-Ausgestatteter Arbeitsplatz ohne Home-Office-Zeitfresser-Fallen und langfristigem Mietvertrag sucht kontaktfreudige Selbstständige, Gründer und Kreative.
Für den Blog Studenten-Welt.de habe ich mich vor einiger Zeit mit dem Betahaus in Berlin beschäftigt, eine Art Bürogemeinschaft, in der man Stunden- oder tageweise einen Schreibtisch mieten kann und Kaffe und Internet via Flatrate dazu bekommt.
Heute bin ich auf gleich zwei weitere dieser Co-Working-Einrichtungen gestoßen:
- Office Community max 30.1 in Augsburg – hier kann man sich einen Schreibtisch in bester Innenstadtlage, am Augsburger Moritzplatz mieten. Die Tarife sind fair und flexibel. Bei 12 Euro pro Tag geht’s los, je länger man bleibt, desto günstiger wird’s. Espressomaschine und ein Tagungsraum für Gruppenarbeit und Meetings steht bereit. Für die Zukunft ist sogar Kinderbetreuung geplant.
- Friendsfactory in München, Nürnberg, Hamburg, Frankfurt, Berlin und Wien – hier gibt es auch größere, abgetrennte Räume für kleine Firmen und Start-Ups. Das arbeiten mit Freunden, Kontakte knüpfen und Austausch unter den Co-Workern steht bei Friendsfactory noch stärker im Mittelpunkt als bei anderen Co-Workspace-Anbietern. Ich bin auf Friendsfactory durch einen Artikel in der Business Punk aufmerksam geworden.
Links zu den Co-Working-Spaces:
- Betahaus (Berlin)
- Betahaus (Hamburg)
- Max 30.1 (Augsburg)
- Friendsfactory
- glas+bild (Berlin) Ladenbüro zum Arbeiten

